„Zehn“ ist ein rundum gelungener Band höchst unterschiedlicher Erzählungen, in denen Franka Potente uns die japanische Kultur näherbringt, indem sie feinfühlig, einfühlsam, ruhig und präzise von Menschen erzählt – von Situationen aus ihrem Alltag, von ihren Gedanken und ihren Gefühlen. Fast meint man, sie zu kennen, ob es sich um die junge schwangere Frau handelt, die sich als einzige in der Familie eine Tochter wünscht oder um die Witwe, die hingebungsvoll Lachs-Eintopf zubereitet. Ob sie von der jungen Frau erzählt, die heimlich in einem Nachtclub tanzt oder die Kraft eines einziges Reiskorns beschreibt.